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Presse
10.01.2012, 16:52 Uhr | Die Glocke / Johannes Bitter Übersicht | Drucken
Neujahrsempfang 2012 - Stadtverband Verl
CDU will den „Verler Weg“ weitergehen


Vorsitzender Matthias Humpert hat die Ehrung von 35 Jubilaren gestern Morgen in den Mittelpunkt des Neujahrsempfangs der CDU gestellt. Der CDU-Stadtverband zählt 458 Mitglieder. Seit 60 Jahren gehört ihm Altbürgermeister Hermann Dreismann (84) an, der wegen Krankheit verhindert war.


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Drei Männer sind seit 50 Jahren dabei. Unser Bild zeigt (vorn, v. l.) die Jubilare Antonius Westerbarkei, Alfons Meierfrankenfeld, Antonius Großerüschkamp, (hinten, v. l.) Matthias Humpert, Michael Brinkmeier und Ralph Brinkhaus. Bild: Bitter
Humpert dankte den Jubilaren dafür, auch bei Gegenwind Kurs gehalten zu haben, und versprach, den „Verler Weg“ weiterzugehen. Denn nur die Partei sei attraktiv, die die Sorgen der Bürger ernstnehme. Als wichtige Themen im neuen Jahr kündigte der Vorsitzende die Reform des dreigliedrigen Schulsystems an, da die Hauptschule trotz sehr guter Angebote nicht mehr angenommen werde. Bei der Energieversorgung denke die CDU-Fraktion über eigene Stadtwerke nach. Oben auf der Agenda stehe nach wie vor ein Holzhackschnitzelkraftwerk, teilte Humpert mit.
Landtagsabgeordneter Dr. Michael Brinkmeier kam auf die Sekundarschule als Kompromiss im Schulkonsens mit der rot-grünen Landesregierung zu sprechen. Das laufe auf ein zweigliedriges Schulsystem aus Sekundarschule und Gymnasium hinaus, meinte er. Keinen Kompromiss gibt es für Dr. Brinkmeier mit NRW-Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) beim Nationalpark Senne, „weil er in der Region keine Mehrheit hat“.
Bundestagsabgeordneter Ralph Brinkhaus zeigte sich überzeugt, dass in der europaweiten Staatsschuldenkrise die Bundesrepublik die Kraft besitze, ihre Zukunft selbst zu gestalten. Er warnte jedoch davor, sich zu isolieren. „Denn wenn Frankreich, Italien, Spanien und Portugal husten, kann das auch zur Erkältung in Verl führen.“ Brinkhaus kritisierte die Neuverschuldung des Bundes trotz Steuerreinnahmen in Rekordhöhe. Der CDU-Politiker: „Da fehlt der politische Wille, weil niemand einem weh tun will.“
Bürgermeister Paul Hermreck würdigte den Anteil seiner Partei an „wertkonservativer Politik im Sinne der Menschen“. 11 740 Arbeitsplätze in Verl bei deutlichem Pendlerüberschuss wertete der Bürgermeister auch als Erfolg der CDU, die wegen ihrer Industriefreundlichkeit nicht immer gelobt worden sei. Hermreck: „Die beste Sozialpolitik ist, wenn die Menschen Arbeit haben. ‚Daumen drauf, statt Steuern rauf‘, lautet die Devise.“ Und: „Andere leben als fünf Sterne obwohl sie nur Geld für einen Stern haben“, bemängelte Hermreck.

„Jeder in unserem 458 Mitglieder umfassenden Stadtverband ist ein Baustein. Sie alle sind unser Fundament für die politische Arbeit im Ort“, sagte der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Matthias Humpert ...
Kritisch betrachtete der Ratsherr das von der rot-grünen Landesregierung vorerst zurückgestellte Stärkungspaket für notleidende und finanzschwache Kommunen. Humpert: „Das hätte für Verl über einen Zeitraum von sieben Jahren einen siebenstelligen Betrag bedeutet.“ Der CDU-Mandatsträger versprach: „Wir werden als Verler CDU weiterhin aus unser Geld aufpassen. Wir geben nur das aus, was wir haben. Dieses simple Erfolgsrezept funktioniert hervorragend, denn Verl ist nach wie vor schuldenfrei.“
Den Übergang von Gemeinde zur Stadt Verl vor zwei Jahren wertete Humpert als gelungen. Dienstleistungen wie das Bauamt oder das Jugendamt würden bürgerfreundlich im Ort angeboten und eine größere Nähe zum Bürger schaffen.
Besonders hob der CDU-Politiker das „sehr leistungsfähige Breitbandnetz mit bis zu 50 MBit“ hervor. Humpert: „Seit Ende 2011 sind wir auf der Datenautobahn auf der linken Überholspur unterwegs und haben dadurch einen Standortvorteil.“ Die in diesem Jahr anstehenden Umbaumaßnahmem für das Gymnasium und die St.-Georg-Grundschule Sürenheide erwähnte der Redner als aktuelle Schritte.
Was die Ortskernplanung betrifft, kündigte Humpert an: „Der Rat wird im Frühjahr einen der drei Preisträger mit der Umsetzung beauftragen. Als erste Maßnahme hat sich die Politik vorgenommen, mit der Paderborner Straße am Ortseingang im optimalen Fall 2013 zu beginnen.“


Im Rahmen des Neujahrsempfangs wurden zahlen Mitglieder geehrt: Hermann Dreismann (84), von 1956 bis 1971 – also über die kommunale Gebietsreform hinaus – Bürgermeister von Verl, gehört der CDU seit 60 Jahren an.
Seit 50 Jahren halten der Union die Treue: Antonius Großerüschkamp, Antonius Westerbarkei und Alfons Meierfrankenfeld.
Seit 40 Jahren sind CDU-Mitglieder: Gerhard Rüter, Alois Hauphoff, Rudolf Fortkord, JohannGraute, Paul Kröger, Heinz Hukermann, Ida Balke, Stefan Beiwinkel, Heinz Hermwille, Heinrich Kleinemas, Maria-Magdalena Siekaup, Christoph Füchtenschnieder, Peter Guisinde, Heinz Helfbernd, Christa Hentschel, Bernd-Rudolf Irmer, Leo Niehaus, Heike Sagemüller, Ulrich Sagemüller und Erich Schröder.
Vor 25 Jahren traten ein: Rosel Voßhenrich, Marianne Hoffmann, Marlene Sobbe, Heinrich Siggemann, Alfons Stickling, Monika Krause, Fritz Edenfeld, Ulrich Meierfrankenfeld, Thomas Vorbeck und Norbert Küpper. (bit)




aktualisiert von Team Verl, 10.01.2012, 17:27 Uhr

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