Pressespiegel zur Bürgermeisterwahl 2015

Zur Bürgermeisterwahl am 13.09.2015 äussert sich Albert Gertoberens aus Verl.

Er schreibt:

"Alle Achtung! Der Bürgermeisterwahlkampf in Verl findet jetzt auch überregionale Beachtung, zuletzt in einem Fernsehbericht des WDR. Positives Stadtmarketing stelle ich mir allerdings anders vor. Und die Glaubwürdigkeit in die Kommunalpolitik sieht auch deutlich anders aus, als uns Wählern das derzeit vorgespielt wird. Ich habe für mich festgehalten, dass der amtierende Bürgermeister Paul Hermreck Ende des Jahres 2014 unmissverständlich und eindeutig seinen Rückzug aus der Kommunalpolitik und dem Amt des Bürgermeisters erklärt hat. Er wolle noch mal etwas Neues im Leben beginnen. Er sei lange genug in der Kommunalpolitik gewesen. Interviews dazu gab es reichlich. So weit, so gut. Die Entscheidung des wirklich verdienten Kommunalpolitikers ist zu akzeptieren und ich unterstelle einmal, dass ein Bürgermeister sich solch' eine weitreichende Entscheidung auch reiflich überlegt hat. Dann hat die CDU die Chance ergriffen, einen erfahrenen, immerhin mit 76 % der Wählerstimmen ausgestatteten Bürgermeister, von einer größeren Stadt zurück in die Heimat nach Verl zu holen. Insoweit war die Kandidatur von Michael Esken auch ein Glücksfall für die CDU. Später hat die SPD den demokratischen Regeln folgend auch einen Kandidaten aufgestellt. Mit Peter Heethey jemanden, der in der Stadt aktiv ist. So weit, so gut. Nur dann kam etwas, das hat mich in meinen Grundfesten und im Glauben an die Ehrlichkeit von Kommunalpolitikern erschüttert. Der amtierende Bürgermeister Paul Hermreck erklärt, dass er doch wieder antreten wolle. Da muss man also schon fast davon ausgehen, dass seine Mitteilung aus 2014 eine Scherzerklärung war. Man kann sicherlich einmal seine Meinung ändern, aber mit einem Amt, das mit Würde und Ansehen ausgestattet ist, spielt man nicht. Da muss man als Wähler sehr sensibel reagieren, wenn das Bürgermeisteramt quasi als Erbhof von einem Amtsinhaber betrachtet wird. Rückgrat wäre gewesen, wenn man die Bürger, die angeblich zur erneuten Kandidatur geraten haben, gesagt hätte, ich stehe zu meiner Entscheidung, ich bedaure sie zwar, aber ich stehe dazu. Verl erlebt gerade, wie eine gute Politik in den vergangenen Jahren, die viele Erfolge hervorgebracht hat, von einzelnen Personen aus persönlichen Gründen diskreditiert wird. Es geht nicht um Verl, es geht um mich, könnte man schreiben! Schade ! Ich kann mir daher nur wünschen, dass jemand das Amt des Bürgermeisters übernimmt, der mit all' diesen Querelen nichts zu tun hat und mit frischen Ideen die Zukunft Verls mitgestaltet. Vielleicht sollten wir dem Motto folgen: „Neue Besen kehren gut". In diesem Sinne wünsche ich mir eine gute Entscheidung der Wähler, die Verl voranbringen wird und nicht Stillstand bedeutet."

Der Leserbrief wurde im Magazin "Verler Leben" Ausgabe 08/15 (Seiten 112-113) veröffentlicht.

Inhaltsverzeichnis
Nach oben