„Neue Maßstäbe für Windvorranggebiete“

CDU-Kreistagsfraktion ergreift Initiative für Windenergie

Ergreifen Initiative für die Windkraftnutzung im Kreis Gütersloh (v.l.): Heinz Bünnigmann, Dr. Heinrich Josef Sökeland und Arnold Weßling.
Ergreifen Initiative für die Windkraftnutzung im Kreis Gütersloh (v.l.): Heinz Bünnigmann, Dr. Heinrich Josef Sökeland und Arnold Weßling.
Durch die Atomkatastrophe in Fukushima hat sich der Stellenwert reginanativer Energien geändert, auch bei der CDU im Kreis Gütersloh. Die CDU-Kreistagsfraktion ergreift jetzt die Initiative, um die Windkraftnutzung und die Ausweisung von Windvorranggebieten im Kreis Gütersloh neu zu planen. Den Anfang soll eine Analyse machen, welche Potenziale es für die Windkraftnutzung in den Städten und Gemeinden des Kreises überhaupt gibt.

„Diese Potenzialanalyse muss von den Kommunen selbst ausgehen, weil sie die Pla­nungs­hoheit haben“, erklärte der Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion, Dr. Heinrich Josef Sökeland bei einem Pressegespräch. „Wir halten es für sinnvoll, dass die Kreisverwal­tung, die auch Genehmigungsbehörde ist, die Städte und Gemeinden dabei unterstützt.“ Die CDU-Kreistagsfraktion hat dazu einen Musterantrag vorbereitet, mit dem in den Kommunen die gemeinsame Analyse mithilfe des Kreises beantragt werden kann.
 
„Die CDU-Fraktion in Harsewinkel hat diese Idee bereits umgesetzt und Anfang dieser Woche einen entsprechenden Antrag gestellt“, erklärte Harsewinkels CDU-Fraktionsvorsit­zender Heinz Bünnigmann. „Es ist auch aus Kostengründen geboten, eine solche gutachter­liche Analyse kreisweit anzustellen. Damit ersparen sich die 13 Kommunen die jeweils an­fallenden Gutachterkosten.“
 
Die Potenzialanalyse soll auch Grundlage für neue Maßstäbe bei der Windkraftnutzung sein. „Dass wir bisher eher zurückhaltend mit der Windkraftnutzung im Kreis Gütersloh waren, ist heute unser Vorteil“, erklärte der umweltpolitische Sprecher der CDU-Kreistagsfraktion, Arnold Weßling. „Wir haben den Vorteil, neue Windvorranggebiete nach heutiger moderns­ter Technik nutzen können. Wir müssen weg von vielen kleinen Anlagen hin zu großen leis­tungsstarken Lösungen. Auf der Grundlage des neuen Erlasses zur Windenergie für Nord­rhein-Westfalen soll auch die 100-Meter-Grenze für die Höhe von Windrädern kein Tabu mehr sein. Je höher die Anlagen, umso wirtschaftlicher arbeiten sie.“
 
Die CDU will mit dem neuen Konzept auch für nachbarschaftlichen Frieden bei der Wind­kraftnutzung sorgen. „Wenn wir erst einmal prüfen, wo Windkraftnutzung überhaupt möglich ist, fällt einiges Konfliktpotenzial schon einmal weg“, so Sökeland. „Schließlich sind bei der Windkraftnutzung viele naturschutzfachliche Bedingungen zu beachten“. Für die CDU kom­men daher auch so genannte „Bürgerwindparks“ in Frage, die durch Investitionen eine brei­tere Beteiligung an Windkraftanlagen ermöglichen. Schließlich spielen auch Überlegungen zu einer vereinfachten Ausgleichsflächenregelung und der Gedanke des „Repowering“ eine Rolle. Letzteres bedeutet, bestehende ältere Anlagen durch neue leistungsstärkere zu ersetzen.

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